Alle finden es gut – warum zieht dann keiner mit?

Alle finden es gut – warum zieht dann keiner mit?

Dieses Praxisbeispiel ist exemplarisch: Einer meiner Klienten, Inhaber einer Immobilienverwaltung, kam mit folgendem Anliegen zu mir: Er sieht Digitalisierung als Chance und hat eine Strategie für sein Unternehmen entwickelt, die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Im Kern geht es ihm nicht darum, den Status quo mit mehr Computern zu betreiben, vielmehr sollen Prozesse beleuchtet und im Team optimiert werden. Theoretisch wurde sein Ansatz von allen verstanden und gutgeheißen.

Menschen machen gerne alles so wie immer.

Nun geht es an die konkrete Umsetzung und plötzlich werden Prozesse blockiert, Diskussionen abgewehrt oder man dreht sich im Kreis. Ich habe dem Klienten im Coaching folgende Fragen gestellt:

Was löst die abwehrende Haltung der Kollegen in Ihnen aus? Möglicherweise zweifeln sie innerlich an Ihrer Entscheidung, Ihrer Kommunikation oder sind verärgert? Vielleicht sind Sie frustriert und fühlen sich bewegungsunfähig. Denn Sie wissen, dass es dem Betriebsklima schadet, wenn Sie die Strategieumsetzung „von oben herab“ anordnen.

Gruppen werden mit der Zeit träge und streben das Beibehalten des Status quo an. Das ist nicht per se negativ, aber hinderlich für Phasen, in denen Flexibilität gefordert ist. Umsetzung einer größeren Veränderung erfordert Empathie und Change-Kompetenz. So können Beharrungskräfte in lang eingespielten Kollegenkreisen gelockert werden.

Wo liegt der Hebel zur Umsetzung ihres Vorhabens?

Wenn in einem Unternehmen etwas verändert werden soll, unterstützt ein Anstoß von außen

Die Betroffenen brauchen nicht von der Notwendigkeit des Wandels überzeugt werden – denn das wissen die meisten. Es gilt vielmehr, die Kollegen in Bewegung zu setzen und individuelle Widerstände zu lösen. So wird Stück für Stück die Bereitschaft geweckt, am Transformationsprozess mitzuarbeiten.

So ist es gelungen:

In intensiven Einzelsitzungen habe ich die Veränderungsfähigkeit der Mitarbeiter gestärkt. Durch Herausarbeiten von Wünschen an die Zukunft, aktuellen Befürchtungen und inneren Blockaden habe ich zunächst ein Bild der IST-Situation dargestellt. Darauf aufbauend wurden die nötigen Ressourcen und Fähigkeiten gestärkt, um den SOLL-Zustand zu erreichen.

Meiner Erfahrung nach trägt es zum nachhaltigen Erfolg einer Veränderung bei, wenn man den Betroffenen über den formalen Endpunkt des Prozesses hinaus weitere Coaching-Sitzungen bietet. So können etwaige Sorgen oder Unsicherheiten unmittelbar bearbeitet werden.

Sie befinden sich in einer ähnlichen Situation? Lassen Sie uns darüber sprechen, wie ich auch Sie unterstützen kann.