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Nimm es nicht persönlich – oder: Wege aus der Wut

„Heute kenne ich meinen Fehler: Ich habe seine Worte persönlich genommen.“
So mein Klient in unserem Abschlussgespräch.

Doch von Anfang an.
Der Bereichsleiter einer Stadtverwaltung hat sich an mich gewandt, da er eine erdrückende Wut empfand, die ihn in Selbstzweifel stürzte und emotional auslaugte. An einen guten Schlaf war ebenfalls nicht mehr zu denken.

Auch wenn Führungskräften Wut entgegenschlägt, müssen sie verständnisvoll bleiben – auch um sich selbst vor emotionalen Ausbrüchen zu schützen.

Auslöser dafür war die Verkündung einer für manche Anwohner einer wachsenden Mittelstadt unangenehmen Entscheidung – und er war der Überbringer.
In der Folge sah er sich Angriffen und verbalen Entgleisungen ausgesetzt, die er als persönlichen Angriff wertete und die in der Folge zu einer inneren Daueranspannung und nächtlichen Gedankenkreisel führten.

So bin ich in unserer Zusammenarbeit vorgegangen, sodass mein Klient das Gefühl der Wut losloassen konnte: Im Coaching haben wir herausgearbeitet, dass nicht er als Person angegriffen wurde. Es wurde die Rolle, die er ausfüllte verbal angegangen. Was macht das für einen Unterschied?
Durch diese gedankliche Entkopplung, konnte er den emotionalen Stress Stück für Stück abbauen. Daneben gelang es meinem Klienten seine Wut und Selbstzweifel nach Feierabend im Büro zu lassen. Denn in seinen Rollen als Ehemann, Vater – also in seinen prvivaten Rollen – ist er schießlich nicht angegriffen worden.

Gute Gesprächsvorbereitung ist die beste Prävention gegen unkontrollierte Gefühlsentgleisungen.

Daneben haben wir daran gearbeitet, wie er als Führungskraft künftig schwierige Gespräche so vorbereitet, dass unkontrollierte Gefühlsentgleisungen der Vergangenheit angehören – denn das kann fatal enden. Aus der Presse, aber auch aus dem Umfeld meiner Klientinnen und Klienten sind mir Fälle bekannt, in denen manifeste Streitigkeiten zwischen Mitarbeitenden und ihren Vorgesetzten gar vor Gericht gelandet sind. Damit es nicht soweit kommt, ist es wichtig, rechtzeitig Grenzen zu setzen – durch eine geschlossene Tür oder emotional, indem man sich im Vorfeld schwieriger Gespräche mit möglichen Reaktionen beschäftigt, um die eigenen Gefühle antizipieren zu können. Auch können Fähigkeiten wie Empathie oder eine offene Fehlerkultur zu einem besseren Umgang mit verbalen Angriffen führen.

Nur wer die richtigen Methoden zur Emotionsregulation kennt, kann auf Dauer mit innerer Anspannung umgehen und Selbstzweifel verhindern.

Sie leiden unter Emotionen, die Sie belasten oder die Sie schwer kontrollieren können? Sie schaffen es nicht, unangenehme Gefühle in der Firma zu lassen? Sie nehmen sich verbale Angriffe zu Herzen?
Dann kontaktieren Sie mich direkt für ein kostenfreies Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir das ändern können.